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Zum ersten Mal ein Artikel, der nicht aus unserer Feder stammt sondern dem Weblog »The Man in Blue« entnommen wurde. Cameron Adams – der »Mann in Blau« – spricht uns in seinem englischsprachigen Artikel dermaßen aus der Seele, das wir uns eine Übersetzung nicht verkneifen konnten:

Beim Gestalten tabellenfreier Websites sind viele Dinge zu beachten: Das Box-Modell, mysteriöse 3-Pixel große Abstände, relative Schriftgrößen, kaskadierende Stilregeln, Textumfluß … aber nichts davon ist wirklich wichtig. Beim Entwurf einer Website sollte man an all das nicht denken.

Wenn es an die Gestaltung von Websites geht, sind reine Grafikdesigner mit Unwissenheit gesegnet. Sie müssen nicht vorausdenken, wie ihr Design umzusetzen ist. Sie müssen sich keine Gedanken machen, wie ein Fußbereich auf einer Seite konstant unten fixiert wird. Und genau so
sollten es WebDesigner machen.

Standard-basiertes WebDesign steckt noch in den Kinderschuhen. Überall findet man Tutorials über die Erstellung von Webseiten in XHMTL/CSS und jeden Tag entsteht eine neue Technik in diesem Bereich. Ohne fortschrittliches Design, ohne die Freiheit mal nicht über die Umsetzung nachzudenken, würde niemand die Grenzen der Webstandards verschieben. Möglicherweise wären sie in dem Moment
verschwunden, wenn jemand die Frage stellte »Wie schaffe ich es, daß zwei Spalten immer gleich lang sind?«.

Beim Design geht es nicht um die Werkzeuge, es soll dem Anwender das bestmögliche Erlebnis vermitteln. Ein Design sollte auf Benutzbarkeit (usability), Zugänglichkeit (accesibility) und Ästhetik beruhen, aber niemals auf Umflüssen, Listen oder Hintergrundbildern.

Wenn ich)* beginne, eine Website zu entwerfen, ist es ein rein graphischer Ansatz. Photoshop und Illustrator allein bestimmen die Grenzen. Innerhalb dieser Grenzen kann ich ein fünfspaltiges Layout mit fixiertem Fußbereich, Drop-Down-Menüs und freischwebender Farbauswahl für die Schrift erschaffen. Egal ob ich das umsetzen kann – das ist, was ich gerne sehen würde.

Dann, … danach geht es an die Lösung der Probleme. Es ist die analytische Seite des WebDesign, bei der uns WebDesignern das Wasser im Mund zusammenläuft, die uns teilweise zu Turing, teilweise zu Picasso (zumindest ein bischen) macht. Natürlich dürfte es ruhig machmal etwas einfacher sein, die Lösung für das Layout zu finden, Aber ich genieße die Herausforderung und stelle mich allem, was da kommt.

Das Ziel der Web-Standards ist es, unsichtbar zu sein. Sie dürfen nichts anderes hervorbringen als Tabellenlayouts oder jeder andere Tag-Sumpf. Es ist also unsere Pflicht, gut zu designen und uns erst
später um die Standards zu kümmern.

* ich = „The Man in Blue“, AKA Cameron Adams. Aber wir arbeiten da genauso…

(Übersetzt von The Man in Blue
Dort an ein Gespräch mit der Web Standards Group angelehnt.)